Welcher Kindergarten ist der richtige für mein Kind?

Reggio-Pädagogik, Bewegungskindergarten, oder offenes Konzept: Moderne Kindertageseinrichtungen sind heute weit mehr als ein reiner Betreuungsort für Kinder. Elementarer Bildung und Erziehung kommt eine immer größere Bedeutung zu. Zum Vergleich: In den skandinavischen Ländern, die einst zu den Pisa-Gewinnern gehörten, wird das meiste Geld in die elementare Bildung gesteckt. Dementsprechend gut ausgebildet sind dort die pädagogischen Fachkräfte.
In Deutschland hat sich das Motto „Auf den Anfang kommt es an“ leider noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Daher halten sich die Investitionen in Kindertageseinrichtungen in Grenzen. Trotzdem stehen Eltern vor der Frage, welcher Kindergarten für ihr Kind der richtige ist. Auch wenn die Qualität der Betreuung in Deutschland noch nicht die gleichen Standards wie in Schweden oder Norwegen erreicht hat, wollen Eltern ihre Kinder schließlich gut versorgt wissen, während sie ihrem Beruf nachgehen.


 

Die wichtigsten Qualitätskriterien für Kindertageseinrichtungen

Bei der Wahl des richtigen Kindergartens sollten sich Eltern in erster Linie auf ihr Gefühl verlassen und sich mehrere Einrichtungen persönlich ansehen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Wichtig ist die Atmosphäre. Werden Eltern freundlich begrüßt? Ist der Umgangston den Kindern gegenüber liebevoll und von Respekt geprägt? Ein harmonisches Miteinander zwischen Kindern, Eltern und Erzieherin ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass sich Kinder gut aufgehoben und Eltern ernst genommen fühlen.Da fällt es nicht so sehr ins Gewicht, wenn einige Möbel ihre besten Zeiten bereits hinter sich haben oder das Spielzeug nicht den allerneusten Trends entspricht.
Weiterhin sollten Eltern darauf achten, dass den Kindern in der Einrichtung genügend Platz zur Verfügung steht, um sich frei zu bewegen. Gerade Kinder unter sechs Jahren haben einen erhöhten Bewegungsdrang, daher sollte ein abwechslungsreich gestaltetes Außengelände und ein separater Turn- und Bewegungsraum vorhanden sein.
Positiv sind auch viele kleinere Räume, die je nach Interessenlage der Kinder unterschiedlich genutzt werden können. Verfügt eine Einrichtung über solche Räume und nutzt sie auch dementsprechend, so können Eltern davon ausgehen, dass die pädagogischen Fachkräfte die Bedürfnisse der Kinder im Blick haben und ihre Arbeit danach ausrichten.

Das pädagogische Konzept

Jeder Kindergarten besitzt heute in der Regel ein pädagogisches Konzept, in dem schriftlich festgehalten wird, nach welchen Grundsätzen die Kinder spielen und lernen. Eltern sollten sich dieses aushändigen lassen und in Ruhe zu Hause studieren.
Es ist wichtig, dass Eltern sich frühzeitig überlegen, nach welchen pädagogischen Kriterien sie ihr Kind betreuen lassen möchten. Wer Wert auf eine christliche Erziehung legt, ist gut beraten, sein Kind in einer konfessionellen Einrichtung anzumelden. Eine besonders intensive künstlerische Förderung hingegen erfahren Kinder in Einrichtungen, die einen Schwerpunkt auf die musische oder kreative Förderung legen.
Es heißt bekanntlich: Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Das gilt sicher auch für Kindertageseinrichtungen. Wenn Eltern sich jedoch auf ihr Gefühl verlassen und dabei die individuelle Persönlichkeit ihre Kindes im Blick haben, werden sie die richtige Entscheidung treffen.

Bildquelle: © Dieter Schütz  / pixelio.de

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