Vornamen – ihre Bedeutung

Im Alltag messen wir dem Vornamen keine allzu große Bedeutung bei. Wir heißen halt so, wie wir heißen. Dass der Vorname im Grunde eine tiefere Bedeutung hat, ist kaum jemandem bewusst. Aufmerksam werden wir oft erst, wenn sich Prominente über Nachwuchs freuen. Dann rätseln die Fans oft tagelang, wie das Kind wohl heißen mag. Das beste Beispiel dafür war der weltweite Hype um das Royal Baby des Prinzenpaares Kate und William. Schon vor der Geburt feierten die Wettbüros wahre Rekordumsätze. Zunächst wurde darauf gewettet, ob wohl ein Mädchen oder ei Junge zur Welt kommt. Als das Geschlecht des Royal Babys bekannt war, kam der nächste Run auf die Wettbüros. Nun lautete die bange Frage, wie der Thronfolger wohl heißen möge. Und mit den wettbegeisterten Briten fieberte die gesamte europäische Klatschpresse.

Was bedeutet mein Vorname?

Dieser ganze Hype um George of Cambridge, wie das Royal Baby schließlich getauft wurde, hat mich dazu gebracht, dass ich mich über  meinen eigenen Vornamen Stephanie informiert habe. Dabei habe ich erfahren, dass Stephanie aus dem griechischen Stammt und zu deutsch etwa „die Krone“ oder „die bekranzte“ heißt, im übertragenen Sinne also „die Siegerin. Es handelt sich um die weibliche Form des männlichen Vornamens Stephan. Wie die meisten Vornamen, die in Europa gebräuchlich sind, hat er einen Bezug zu Heiligen. Die bekanntesten Stephans in der Kirchengeschichte sind der heilige Stephanus, der als erster Christ den Märtyrertod starb, Ungarns Nationalheiliger, König Stephan I. und der seliggesprochene Priester Stephano Bellesini.

Modename oder nicht?

Bei Stephanie handelt es sich um einen klassischen Modenamen, wie ich in Erfahrung gebracht habe. Denn in den 1950er Jahren wurden kaum Mädchen auf Stephanie getauft. Erst in den 1960er Jahren, als sich die Deutschen nach den harten Jahren des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders wieder Urlaub im sonnigen Süden leisten konnten, kamen Namen aus dem Süden auch hierzulande in Mode. Besonders beliebt war Stephanie als Taufname in den 1970er und 1980er Jahren, als er regelmäßig in den Top 10 der häufigsten Mädchennamen auftauchte.

Modenamen sind übrigens bei Weitem keine neuzeitliche Erscheinung. Die Trendsetter bei der Namensgebung waren in den vergangenen Jahrhunderten die Adeligen. Sie gaben ihren Kindern exklusive Namen, die sich von den Namen, die im einfachen Volk verbreitet waren, abzusetzen. Weil das gemeine Volk dem Vorbild des Adels folgte, ließ sich die Oberschicht nun wiederum ausgefallenere Namen einfallen. Auf diese Weise entstanden beispielsweise um 1600 die bis dahin unbekannten Doppelnamen. Modewellen bei den Vornamen sind also beileibe nichts Neues.

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